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Draufsicht auf eine schwarze Yogamatte, zwei schwarze Hanteln, ein graue Wasserflasche und zwei schwarze Widerstandsbänder auf einem weißen Hintergrund.

Pickel durch Sport?

Sport tut Körper und Seele gut – doch manchmal kann die Haut anders reagieren als erwartet: Statt gesunder Frische zeigen sich plötzlich Pickel, Mitesser oder Rötungen. Warum das so ist und wie du Sport und schöne Haut in Einklang bringst, erfährst du hier.

Informationen geprüft und erstellt in Kooperation mit der Biochemikerin Dr. Sarah Schunter aus München.

KURZ & KNAPP: PICKEL DURCH SPORT

  • Auftreten: Häufig bei fettiger, unreiner und empfindlicher Haut

  • Auslöser: Schweiss, Reibung, enge Kleidung, verstopfte Poren

  • Betroffene Regionen: Rücken, Brust, Stirn, Haaransatz

  • Vorbeugung: Atmungsaktive Kleidung, Reinigung direkt nach dem Sport, milde Peelings

  • Geeignete Wirkstoffe: Zink, Salicylsäure, Niacinamid, Bisabolol

 

Warum entstehen Pickel durch Sport?

Sport fördert die Durchblutung, den Zellstoffwechsel und kann für einen frischen Teint sorgen. Zudem kann Schweiss durchaus förderlich für unsere Hautbarriere sein, da Natürliche Feuchthaltefaktoren enthalten sind.

Doch gleichzeitig können Schweiss, Hitze und mechanische Reize das Entstehen von Hautunreinheiten begünstigen. Wichtig ist aber: Sport verursacht nicht automatisch Unreinheiten. Die Entstehung von Pickeln nach dem Training betrifft vor allem Menschen, die ohnehin zu fettiger oder unreiner Haut neigen. In diesen Fällen wirken die sportbedingten Reize wie ein zusätzlicher Auslöser – nicht als alleinige Ursache.

In manchen Fällen kann es auch zur sogenannten „Acne mechanica“ kommen. Diese tritt auf, wenn Reibung (etwa durch enganliegende Kleidung oder Sportgeräte) die Poren verstopft und zu Entzündungen führt.

Typische Ursachen:

  • Schweiss + Bakterien: Schweiss allein ist nicht „schmutzig“ oder fördert für sich betrachtet Unreinheiten. Allerdings kann in Kombination mit übermässigem Hauttalg, Textilfasern oder Abrieb von Trainingsgeräten ein ideales Milieu für Bakterien entstehen.

  • Reibung & Druck: Helme, Rucksäcke oder Yogamatten können die Haut mechanisch reizen und Entzündungen fördern.

  • Unzureichende Reinigung: Wer nach dem Training nicht direkt duscht, gibt Bakterien und Talg Zeit, sich zu vermehren. Das ist meist unproblematisch – für Menschen mit einer Neigung zu öliger oder fettiger Haut kann es jedoch die Entstehung von Unreinheiten begünstigen.

Pickel und Sport: Welche Hautpartien sind besonders betroffen?

Sportbedingte Pickel treten typischerweise an folgenden Stellen auf:

  • Rücken („Backne“)

  • Brustbereich

  • Schultern und Nacken

  • Stirn und Haaransatz (besonders bei Stirnbändern oder Helmen)

  • Po (durch enge Sporthosen oder Fahrradsättel)

Diese Zonen sind besonders reich an Schweiss- und Talgdrüsen – deshalb verstopfen hier die Poren tendenziell leichter als an anderen Stellen.

Tipps: So beugst du Sport-Akne vor

Wenn du nach dem Training gelegentlich mit Pickeln, Mitessern oder Rötungen zu kämpfen hast, könnte es sich um sportbedingte Unreinheiten handeln – besonders bei zu fettiger oder unreiner Haut neigender Haut. Die gute Nachricht: Du musst deswegen nicht auf dein Workout verzichten. Mit ein paar gezielten Pflegetipps lässt sich die Haut gezielt unterstützen – damit Bewegung nicht nur deinem Körper, sondern auch deiner Haut guttut.

Haut vor dem Sport reinigen

Du neigst zu Pickeln nach dem Sport? Dann könntest du beim Training bewusst auf Make-up verzichten – die Kombination aus Schweiss und Make Up muss nicht, kann aber in manchen Fällen die Entstehung von Pickeln begünstigen.

Atmungsaktive Kleidung tragen

Wähle Funktionsstoffe, die Feuchtigkeit nach aussen leiten und nicht auf der Haut „kleben“. Baumwolle kann Schweiss speichern und die Bakterienvermehrung fördern.

Haare hochbinden & Stirnbänder vermeiden

Vermeide, dass Haare oder enge Textilien die Stirn berühren – der mechanische Reiz kann Entzündungen begünstigen.

Trainingsgeräte reinigen

Yoga-Matten, Helme oder Geräte im Fitnessstudio regelmässig desinfizieren – sie können Keimträger sein, die Unreinheiten auslösen.

Nach dem Sport duschen

Wer zu Unreinheiten nach dem Sport neigt, sollte Rückstände von Schweiss und Talg möglichst zeitnah nach dem Training abwaschen. Reinige dazu die Haut mit einem milden, pH-hautneutralen Reinigungsprodukt.

Diese Wirkstoffe helfen bei sportbedingten Unreinheiten

Die richtige Hautpflege kann einen Beitrag leisten, um sportbedingte Unreinheiten zu vermeiden oder bestehende Irritationen schneller abklingen zu lassen. Ziel ist es, die Haut nach dem Training zu reinigen, zu beruhigen und in ihrer natürlichen Balance zu unterstützen – ohne sie unnötig zu reizen. Bestimmte Wirkstoffe können dabei helfen, Entzündungen zu lindern, die Talgproduktion zu regulieren und das Hautbild zu verfeinern.

Wirkstoffe bei sportbedingten Hautunreinheiten:

  • Zink: Zink wrkt entzündungshemmend, antibakteriell und reguliert die Talgproduktion – ideal für unreine Haut.

  • Bisabolol: Bisabolol ist ein besonders milder Wirkstoff mit beruhigender und entzündungshemmender Wirkung. Reduziert Rötungen und beugt Pickelmalen vor.

  • Salicylsäure: Salicylsäure dringt tief in die Poren ein, löst Talg und abgestorbene Hautzellen – perfekt zur Prävention von verstopften Poren.

  • Niacinamid: Niacinamid stärkt die Hautbarriere, wirkt talgregulierend und entzündungshemmend – besonders gut verträglich.

  • Ectoin: Ectoin schützt die Hautzellen vor Stressfaktoren wie Reibung und UV-Strahlung und wirkt hautberuhigend.

Verwende Produkte mit diesen Inhaltsstoffen gezielt auf den Bereichen, die sportbedingte Entzündungen oder Pickel zeigen. Ein Peeling mit Salicylsäure lässt sich beispielsweise auch ohne weiteres auf dem Dekolleté oder Rücken anwenden. Oftmals gibt es hierfür auch explizit Produkte zum Aufsprühen. Auch Seren können eine gute Pflegeergänzung unter deiner Bodylotion sein.

Wann du zur Dermatologin oder zum Dermatologen gehen solltest

Wenn trotz intensiver Pflege und Hygienemassnahmen die Hautunreinheiten nicht zurückgehen oder sich entzündlich verschlimmern, ist ein Besuch bei einer Dermatologin oder einem Dermatologen sinnvoll. In solchen Fällen könnte eine medizinisch begleitete Therapie notwendig sein.

Eine Frau mit langen braunen Haaren, gekleidet in einen schwarzen Blazer und ein schwarzes Oberteil, lehnt an einer weißen Wand.

Über die Autorin

Dr. Sarah Schunter, Biochemikerin

„Wer versteht, wie kosmetische Inhaltsstoffe agieren, setzt den ersten Schritt für eine wirksame Hautpflege“, sagt Biochemikerin Dr. S. Schunter. Als promovierte Biochemikerin entwirrt sie mit Vorliebe die oftmals kryptischen Inhaltsstofflisten von Hautpflegeprodukten: was steckt drin und wie wirkt es. Sie ist überzeugt: Mit diesem Wissen kann für jeden Hauttyp und jeden Hautzustand die richtige Pflege ermittelt werden.