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Eine Frau mit langen dunkelblonden Haaren hat ihr Kinn in die Hände gestützt und macht eine Kussmund-Geste in Richtung Kamera.

Pickel am Kinn: So wirst du sie los

Warum ausgerechnet am Kinn? Wer immer wieder mit Pickeln am Kinn kämpft, weiss: Diese Stelle ist besonders hartnäckig. Warum das so ist, welche Ursachen dahinterstecken und wie man die störenden Unreinheiten in den Griff bekommt – all das erfährst du in diesem Artikel. Zusätzlich stellen wir Wirkstoffe vor, die gezielt gegen Kinnakne helfen können – für ein ruhigeres, klareres Hautbild.

Informationen geprüft und erstellt in Kooperation mit der Biochemikerin Dr. Sarah Schunter aus München.

KURZ & KNAPP: PICKEL AM KINN

  • Ursachen: Hormonelle Schwankungen, Stress, okklusive Kosmetikprodukte

  • Typisch: Tieferliegende, schmerzhafte Entzündungen im unteren Gesichtsdrittel

  • Pflege-Tipps: Sanfte Reinigung, hormonfreundliche Pflege, entzündungshemmende Wirkstoffe

  • Geeignete Wirkstoffe: Zink, Salicylsäure, Niacinamid, Bisabolol, Alpha Arbutin, Azelainsäure, Tranexamsäure

Was verursacht Pickel am Kinn?

Pickel am Kinn zählen häufig zur sogenannten „hormonellen Akne“ – ein Begriff, der beschreibt, dass hormonelle Schwankungen oft die Ursache sind. Die Talgproduktion wird durch Hormone wie Testosteron stimuliert. Ein Zuviel davon führt zu verstopften Poren, Mitessern und schliesslich entzündlichen Pickeln – bevorzugt im Kinn- und Kieferbereich. Auch Stress, die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel oder das Absetzen derselben können diese Art von Unreinheiten begünstigen.

Expert Tip

Auch mechanische Reize begünstigen Unreinheiten: Häufiges Berühren des Gesichts – etwa das Aufstützen auf ungewaschene Hände – kann zu Verunreinigungen und damit zu neuen Pickeln führen. Auch Handybildschirme, Kinnriemen oder enge Kleidung (Rollkragenpullover) können Pickel im Kinnbereich fördern.

Hormonelle Akne: Der Zusammenhang mit dem Kinn

Typischerweise treten hormonelle Pickel zyklusabhängig auf – etwa kurz vor der Menstruation. Der untere Gesichtsbereich, insbesondere das Kinn, ist dabei besonders betroffen. Das liegt an einer erhöhten Aktivität der Talgdrüsen in dieser Zone, kombiniert mit hormonellen Rezeptoren, die besonders empfindlich auf Veränderungen reagieren.

Die richtige Hautpflege bei Kinnakne

Wer zu Pickeln am Kinn neigt, kann die Hautpflegeroutine bewusst anpassen und so das Auftreten reduzieren beziehungsweise die Abheilung von Pickeln fördern:

  • Reinigung: Sanfte, pH-hautneutrale und nicht austrocknende Reiniger verwenden.

  • Peeling: Milde Peelings mit Salicylsäure, Mandelsäure oder Milchsäure.

  • Spottreatment: Betroffene Stellen gezielt mit Booster-Produkten, Treatments oder Pimple-Patches behandeln.

  • Feuchtigkeit: Auch unreine Haut braucht Pflege und Feuchtigkeit – leichte Moisturizer sind ideal.

  • Sonnenschutz: Wichtig, um Pickelmale und Pigmentflecken zu vermeiden.

  • Finger aus dem Gesicht: Nicht zu häufig anfassen – und Pickel nicht selbst ausdrücken.

  • Tipp: Bei Unsicherheit die Ausreinigung lieber professionell durchführen lassen.

Diese Wirkstoffe helfen gegen Pickel am Kinn

Die passende Hautpflege kann einen Unterschied machen – vor allem, wenn sie sich gezielt auf den Kinnbereich konzentrieren. Bestimmte Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend, talgregulierend oder helfen dabei, Pickelmale schneller abklingen zu lassen. Folgende Kandidaten sind hierfür spannend:

Geeignete Wirkstoffe bei Pickeln am Kinn

  • Salicylsäure: Salicylsäure löst Verhornungen, löst Talg in den Poren und wirkt antientzündlich. Ideal bei Mitessern und entzündlichen Unreinheiten.

  • Zink: Zink wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und reguliert die Talgproduktion. Besonders wirksam bei akuten Entzündungen und fettiger Haut.

  • Niacinamid: Niacinamid reduziert Rötungen, reguliert die Talgproduktion und wirkt entzündungshemmend – auch vorbeugend wirksam.

  • Bisabolol: Bisabolol beruhigt gereizte Haut, lindert Rötungen und unterstützt die Heilung entzündlicher Pickel.

  • Alpha-Arbutin: Alpha-Arbutin reduziert Pigmentflecken und Pickelmale und sorgt für einen gleichmässigeren Teint.

  • Tranexamsäure: Tranexamsäure mildert Rötungen und postinflammatorische Hyperpigmentierungen (Pickelmale) und wirkt regulierend bei entzündlicher Haut.

  • Azelainsäure: Azelainsäure kombiniert antibakterielle, entzündungshemmende und keratolytische Eigenschaften – besonders hilfreich bei hormoneller Akne und Pickelmalen.

Wann solltest du zur Dermatologin oder zum Dermatologen gehen?

Wenn sich deine Haut trotz angepasster Pflege nicht bessert oder du unter wiederkehrenden, schmerzhaften Entzündungen leidest, kann eine dermatologische Abklärung sinnvoll sein. In manchen Fällen können ärztlich verordnete Wirkstoffe oder Hormonanalysen sinnvoll sein.

Eine Frau mit langen braunen Haaren, gekleidet in einen schwarzen Blazer und ein schwarzes Oberteil, lehnt an einer weißen Wand und blickt in die Kamera.

Über die Autorin

Dr. Sarah Schunter, Biochemikerin

„Wer versteht, wie kosmetische Inhaltsstoffe agieren, setzt den ersten Schritt für eine wirksame Hautpflege“, sagt Biochemikerin Dr. S. Schunter. Als promovierte Biochemikerin entwirrt sie mit Vorliebe die oftmals kryptischen Inhaltsstofflisten von Hautpflegeprodukten: was steckt drin und wie wirkt es. Sie ist überzeugt: Mit diesem Wissen kann für jeden Hauttyp und jeden Hautzustand die richtige Pflege ermittelt werden.

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