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Eine Frau mit roten Lippen und blonden Haaren föhnt ihre Haare mit einem schwarzen Föhn vor einem hellblauen Hintergrund.

Haare richtig föhnen

Strahlend schönes Haar? Das beginnt nicht erst beim Styling, sondern bei der richtigen Pflege. Und ja, auch das Föhnen spielt dabei eine entscheidende Rolle. Wie du dein Haar mit dem Hitzetool so stylst das du das meiste dabei rausholst und deinem Haar nicht schadest, erfährst du hier. 

Informationen geprüft und erstellt in Kooperation mit Friseur und Hairstylist Björn Hartung aus Düsseldorf.

Kurz & Knapp

  • Haare nach dem Waschen nicht rubbeln: Sanft mit einem Mikrofaserhandtuch ausdrücken, um Haarbruch zu vermeiden.

  • Föhn passend zur Haarstruktur wählen. Temperatur und Luftstrom sollten regulierbar sein, Ionentechnologie schont das Haar.

  • Die richtige Bürste verwenden. Föhnbürsten mit Luftkanälen ermöglichen gleichmässiges und schonendes Trocknen.

  • Hitzeschutz verwenden. Es schützt das Haar vor Austrocknung und erhält Glanz und Geschmeidigkeit.

  • Föhntechnik beachten! Immer in Wuchsrichtung und in Bewegung föhnen, um die Haarstruktur zu schonen.

  • Feines Haar schonend behandeln und nicht über Kopf föhnen, um Frizz zu vermeiden.

  • Erst grob zu 90 Prozent trocknen, dann gezielt in Partien stylen.

  • Zu langes Nässeverweilen kann das Haar schwächen, besser teilföhnen und dann lufttrocknen lassen.

Haare föhnen wie ein Profi: So gelingt dir der Blow Dry

Föhnen ist nicht gleich föhnen. Meistens legen wir nach dem Haarewaschen einfach direkt los und überlegen gar nicht gross. Dabei kannst du auch schon bei dem Föhnprozess dein Haar beschädigen, schliesslich wird dem Haar Hitze zugeführt und auch das falsche Bürste oder Föhnmythen können die Haarstruktur schädigen und die Haare nach dem Föhnen statt sleek eher fransig aussehen lassen. Wenn du dir einen gepflegten Look wie vom Profi wünschst, solltest du einige Dinge beachten:

  1. Die richtige Vorbereitung: Nach dem Waschen solltest du deine Haare auf keinen Fall trockenrubbeln. Denn im nassen Zustand sind deine Haare gequollen und daher empfindlich. Drücke sie stattdessen sanft aus, am besten eignet sich dafür ein Mikrofaserhandtuch.


  2. Das passende Handwerkszeug: Als Basics brauchst du natürlich einen Föhn und eine Bürste. Aber auch hier solltest du bei der Auswahl darauf wert legen, dass diese zu deinen Bedürfnissen und deinem Haar passen. Bei deinem Föhn solltest Luftstärke und Temperatur in zumindest zwei Stufen regeln und auch kalt föhnen können. Die ideale Wattzahl hängt von deiner Haarstruktur und -länge ab. Grundsätzlich gilt: Je höher die Wattzahl, desto schneller trocknet das Haar. Hier ein kleiner Guide für die richtige Wahl:

    Langes Haar: ab 2000 Watt

    Kräftiges oder lockiges Haar: 1600–1800 Watt

    Feines oder dünnes Haar: 1200–1400 Watt 

    Grundsätzlich gilt: zu viel Hitze oder zu langes Trocknen schädigen Haarstruktur und Kopfhaut. Das Haar kann stumpf und trocken werden und die Kopfhaut jucken oder schuppen. Einige moderne Haartrockner verfügen über eine Ionen-Technologie. Positive Ionen im Haar werden durch negative Ionen neutralisiert, sodass sich die Haare nicht statisch aufladen und mehr glänzen. Je länger dein Haar ist und je öfter du es stylst, desto mehr lohnt sich die Investition in einen hochwertigen Föhn.

    Viele Menschen achten beim Kauf eines Haartrockners vor allem auf die Wattzahl. Diese ist häufig auf der Verpackung oder direkt am Griff des Geräts angegeben. Bei klassischen Föhns mit heisser Luft ergibt das auch Sinn, denn je höher die Wattzahl, desto heisser wird die Luft und desto stärker der Luftstrom. Mehr Watt bedeutet hier also tatsächlich mehr Leistung.

    Bei modernen Haartrocknern mit Ionentechnologie ist das jedoch anders. Diese Geräte trocknen das Haar schneller, weil die Ionen die Wassertröpfchen im Haar aufspalten und so die Trocknungszeit verkürzen. Deshalb ist eine hohe Wattzahl nicht unbedingt notwendig. Auch mit weniger Hitze wird das Haar effizient getrocknet, was zusätzlich schonender ist.

    Ein Föhn mit Ionentechnologie kann bei bestimmten Haaren besonders vorteilhaft sein: Besonders bei längeren Haaren oder dichter Haarstruktur lohnt sich ein moderner Föhn mit Ionentechnologie. Du bist schneller fertig, das Haar fühlt sich weicher an, bekommt mehr Glanz und bleibt insgesamt gesünder, da es weniger starker Hitze ausgesetzt wird.

    Es gibt jedoch Ausnahmen. Wenn du sehr krauses oder stark gelocktes Haar hast und es regelmässig glatt föhnen möchtest, kann ein klassischer Föhn mit hoher Temperatur und kräftigem Luftstrom vorteilhafter sein. In solchen Fällen ist die Kombination aus intensiver Hitze und starkem Luftzug wichtig, um das Haar zu glätten und in Form zu bringen.


  3. Eine geeignete Bürste nutzen: Auch Bürste ist beim richtigen Haare föhnen nicht gleich Bürste! Detangler & Co. sind wunderbar, um nasses oder trockenes Haar sanft zu entwirren. Zum Föhnen jedoch sind sie weniger geeignet, da ihnen die nötigen Luftkanäle fehlen, durch die die warme Luft optimal zirkulieren kann. Für ein effektives, schonendes Styling empfiehlt sich daher eine spezielle Föhnbürste. Dank der integrierten Öffnungen zwischen den Borsten verteilt sich die Föhnluft gleichmässig im Haar, das verkürzt die Trockenzeit und schützt die Haarstruktur.

    Noch effizienter wird es mit einer Bürste mit Keramikkörper: Sie speichert die Wärme und gibt sie gleichmässig ab, wodurch sich das Haar besonders leicht in Form bringen lässt. Auch nach dem Föhnen ist es wichtig, die passende Haarbürste für dein Haar auszuwählen, um es möglichst schonend weiterzustylen.


  4. Schütze dein Haar: Hitzeschutzspray ist ein absolutes Must-have beim Föhnen! Das Spray legt sich wie ein unsichtbarer Schutzmantel um jede einzelne Strähne, bewahrt sie vor dem Austrocknen und bewahrt ihre Geschmeidigkeit.


    Vorsicht bei reinen Pflanzenölen wie Jojoba- oder Kokosöl! Unter starker Föhnhitze können sie deinem Haar sogar schaden. Ideal sind leichte Haaröle mit Silikonbasis. Auch wenn Silikone oft kritisiert werden, legen sie sich wie ein schützender Film um die Haarfaser und bewahren die Feuchtigkeit im Inneren.Durch das enthaltene Silikon erhält das Haar quasi eine extra Schutzschicht, die es nicht austrocknen lässt, es geschmeidiger und leichter föhnbar macht. Es entsteht also eine glattere, nahezu rutschige Haaroberfläche, was dafür sorgt, dass weniger Feuchtigkeit aus dem Haar entweicht. Diese Feuchtigkeit ist wichtig, um die Elastizität und den natürlichen Schwung zu erhalten, und beides trägt dazu bei, dass das Haar nicht bricht oder spröde wird. Gleichzeitig schützt diese geglättete Oberfläche das Haar von aussen vor Umwelteinflüssen, einschliesslich Luftfeuchtigkeit, die sonst den gestylten Look wieder ruinieren könnte.


  5. Achte auf Föhnrichtung und Abstand: Du solltest den Föhn stets in Bewegung halten und nie zu lange auf eine Stelle richten, so vermeidest du punktuelle Hitzeeinwirkung, die Haar und Kopfhaut schädigen kann. Statt alles auf einmal zu föhnen, steck das Deckhaar hoch und beginne mit dem Unterhaar. Wird das gesamte Haar gleichzeitig geföhnt, ist das Deckhaar oft viel zu lange der Hitze ausgesetzt, weil die unteren Partien noch feucht sind. Am besten föhnst du das nasse Haar zunächst zügig zu etwa 90 Prozent trocken. Dabei solltest du immer vom Ansatz bis zu den Spitzen arbeiten (also in Wuchsrichtung der Haare), denn gegen die Schuppenschicht zu föhnen, raut die Haaroberfläche unnötig auf. Arbeite in groben Partien und nutze dabei deine Finger, um das Haar gleichzeitig zu entwirren. So vermeidest du es, zu lange auf einzelne Stellen Hitze zu geben und sparst Zeit. Erst wenn das Haar fast trocken ist, kannst du feinere Partien abteilen und sie je nach Wunsch gezielt stylen oder glatt föhnen.

    Wenn dein Haar eher fein ist, solltest du es nicht über Kopf föhnen, auch wenn das Volumen verspricht. Dabei wirbeln die Längen durcheinander, die Schuppenschicht richtet sich auf und dies kann das Entstehen von Frizz in den Haaren begünstigen. Auf der sicheren Seite bist du, wenn du Volumen über Produkte wie Schaumfestiger oder die richtige Bürstentechnik erzeugst.

Ein Blow Dry wie vom Profi? Ganz so perfekt wird man es selbst im eigenen Bad nicht hinbekommen. Aber wenn du all diese Tipps beachtest, kannst du dein Haar richtig föhnen und vor allem schonend und effektiv. Bedenke, das Zuführen von Hitze wird immer ein Stressfaktor für dein Haar sein. Damit du es nicht allzu sehr strapazierst, gönn ihm doch ab und zu eine Pause. Föhne es zum Beispiel nur halbtrocken und lasse den Rest an der Luft trocknen oder bei ganz niedriger Hitzestufe. 

EXPERT TIP:

 Zum Abschluss deines Stylings solltest du unbedingt zur Kaltstufe greifen. Wenn du am Ende sanft mit kühler Luft über dein Haar fährst, fixierst du nicht nur deine Frisur, sondern schliesst auch die Schuppenschicht. Das Ergebnis ist sichtbar glatter, glänzender und hält deutlich länger.

Haare föhnen oder lufttrocknen?

Du willst deinen Haaren eine wohlverdiente Pause gönnen, ganz ohne Föhn. Dein erster Gedanke: Warum nicht einfach komplett an der Luft trocknen lassen? Kein Styling, kein Bürsten, die Haare trocknen ganz nebenbei, ganz natürlich, ganz ohne Hitze und du sparst auch noch Zeit. Klingt ideal, oder? Doch so einfach ist es leider nicht. Denn das reine Lufttrocknen kann sich, entgegen vieler Erwartungen, sogar negativ auf deine Haarstruktur auswirken. Eine wissenschaftliche Studie kam zu dem Ergebnis, dass klassisches Föhnen grundsätzlich mehr Schaden auf der Haaroberfläche verursachen kann (vor allem bei grosser Hitze und zu kleinem Abstand), doch sobald du dein Haar mit einem Abstand von etwa 15 Zentimetern und in gleichmässiger Bewegung föhnst, wird es weniger belastet als beim vollständigen Lufttrocknen.

Das liegt an der Struktur der Haare: Nasses Haar ist besonders empfindlich, da es aufquillt und die äussere Schuppenschicht geöffnet ist. Je länger es in diesem Zustand bleibt, desto grösser ist der mechanische Druck und damit das Risiko für Haarbruch. Beim Lufttrocknen bleibt das Haar über längere Zeit genau in dieser verletzlichen Phase. Ein schonend angewendeter Föhn kann also tatsächlich helfen, das Haar schneller zu stabilisieren und es dadurch langfristig besser zu schützen. Das ist auch der Grund, warum es nicht empfehlenswert ist, mit nassen Haaren schlafen zu gehen.

Grafik von Douglas zeigt den Unterschied zwischen der Schuppenschicht bei trockenem und nassem Haar.

EXPERT TIP:

Wenn du mit nassem Haar ins Bett gehst, solltest du dennoch deine Haarpflegeroutine beibehalten. Gib etwas ins Haar, das leicht sauer ist (d.h ein Haarpflegeprodukt mit niedrigem pH-Wert) um die Schuppenschicht zusammenzuziehen. So wird sie besser geschlossen, bis das Haar vollständig getrocknet ist. Der Effekt ist vergleichbar mit dem in der Hautpflege: Nach dem Waschen verwendet man einen Toner oder Primer, der die aufgequollene Haut wieder beruhigt und stabilisiert.

Auch wenn du deine Haare an der Luft trocknen lässt, ist es wichtig, ein passendes Produkt zu verwenden. Ideal ist etwas, das dem Haar Struktur und Textur verleiht, damit die natürliche Form erhalten bleibt. Es sollte ein Produkt sein, das das Haar leicht umhüllt, ohne zu beschweren, und die natürliche Bewegung sowie den Schwung unterstützt.

Porträt eines Mannes mit Brille, Schnurrbart und grauem Hemd, die Arme verschränkt, der eine selbstbewusste Ausstrahlung hat.

Unser Haircare Experte

Björn Hartung, Friseur und Stylist

Björn bringt über 25 Jahre Erfahrung in Cut, Color und Care mit. In seinem Düsseldorfer Salon „Stresemann“ stylt, färbt und schneidet er seit mehr als 17 Jahren. Er schenkt seinen Kund*innen nicht nur neue Looks, sondern auch ein neues Lebensgefühl. Haircare ist seine Leidenschaft: Was einst als klassisches Handwerk begann, wurde zu einer Berufung, die weit über Schere und Föhn hinausgeht. Neben seinem Beruf unterstützt er Menschen als Breathwork-Experte dabei, ihre innere Balance zu finden.

Quellen:

  1. Lee, Yoonhee & Kim, Younduk & Hyun, Hye-Jin & Pi, Long-Quan & Jin, Xinghai & Lee, Won-Soo. (2011). Hair Shaft Damage from Heat and Drying Time of Hair Dryer. Annals of dermatology. 23. 455-62. 10.5021/ad.2011.23.4.455. (https://www.researchgate.net/publication/51858708_Hair_Shaft_Damage_from_Heat_and_Drying_Time_of_Hair_Dryer)

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