Wenn abgestorbene Hornzellen nicht wie normalerweise von der Hautoberfläche abgestossen werden, können in manchen Fällen Milien entstehen. Das Protein Keratin bleibt dabei unter der Haut eingeschlossen und bildet kleine, mit Hornmaterial gefüllte Zysten: Milien. Dadurch, dass Milien keine direkte Verbindung zur Hautoberfläche haben, lassen sie sich, anders als bei Mitessern oder Pickeln, nicht ausdrücken. Aber idealerweise drückt man Mitesser, Pickel und Milien ohnehin nicht auf eigene Faust aus, da dies die Haut verletzen und Pickelmale oder Hyperpigmentierungen hinterlassen kann.
Warum sich Milien bilden, lässt sich nicht immer eindeutig nachvollziehen. Häufig ist es ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Zum einen kann die Neigung zu Milien veranlagt sein. Aber auch eine verlangsamte Hauterneuerung oder eine zu starke Verhornung der Haut kann die Entstehung von MIlien begünstigen. Ausserdem treten Milien manchmal nach Hautverletzungen, Verbrennungen oder bestimmten dermatologischen Behandlungen auf. In diesen Fällen spricht man von sekundären Milien. Entstehen sie jedoch ohne erkennbare Ursache, handelt es sich um primäre Milien.
Besonders häufig zeigen sich Milien im Gesicht. Vor allem im Bereich der Augen, nahe der Lider, unter den Augen, an den Wangen oder den Schläfen.