Bevor die Schere zum Einsatz kommt, lohnt sich eine gute Vorbereitung.
Denn sie entscheidet oft über das Ergebnis.
Verwende möglichst eine scharfe Friseurschere. Haushaltsscheren schneiden das Haar häufig nicht sauber genug und können die Spitzen unnötig ausfransen lassen.
Auch die Haare selbst sollten vorbereitet sein. Am einfachsten gelingt der Schnitt bei sauberem, trockenem Haar. Nasses Haar wirkt länger und zieht sich nach dem Trocknen wieder zusammen. Dadurch fällt der Pony oft deutlich kürzer aus als geplant. Style deine Haare vor dem Schneiden so, wie du sie normalerweise trägst. Nur so kannst du realistisch einschätzen, welche Länge tatsächlich gekürzt werden muss.
Die Ponypartie sauber abteilen: Trenne zunächst ausschliesslich die Strähnen ab, die später zu den Curtain Bangs gehören. Die übrigen Haare bindest du am besten nach hinten. So vermeidest du, versehentlich zu viel Haar mitzuschneiden.
Hier lohnt sich ein genauerer Blick: Für den perfekten Schwung an den Seiten gehören manchmal auch die Schläfenpartien oder sogar Bereiche bis zum Ohr dazu. Das hängt ganz von der individuellen Haardichte und der Grundform des Haarschnitts ab.
Den Mittelscheitel ziehen: Curtain Bangs leben von ihrer symmetrischen Form. Ziehe deshalb einen geraden Mittelscheitel und lege beide Ponypartien locker nach links und rechts.
Schere ansetzen: Jetzt kommt der wichtigste Grundsatz: Schneide lieber zu wenig als zu viel. Beginne mit wenigen Millimetern. Kleine Korrekturen lassen sich jederzeit nacharbeiten. Zu kurz geschnittene Strähnen brauchen dagegen einige Wochen, bis sie wieder herausgewachsen sind.
Nicht gerade schneiden: Setze die Schere nicht waagerecht an. Halte sie leicht senkrecht und schneide mit kleinen, feinen Schnitten in die Spitzen. Diese Technik sorgt für weichere Übergänge und verhindert eine harte Schnittkante.
Die Seiten anpassen: Die äusseren Strähnen bleiben bewusst länger als die Mitte. Sie gehen später fließend in die restlichen Haare über und verleihen den Curtain Bangs ihre typische Form. Kontrolliere zwischendurch immer wieder beide Seiten im Spiegel. Oft wirken sie erst gleich lang, wenn das Haar locker fällt.
Kurz föhnen: Nach dem Schneiden werden die Curtain Bangs geföhnt. Erst jetzt zeigt sich, wie der Pony tatsächlich fällt. Kleine Unebenheiten lassen sich anschliessend vorsichtig korrigieren. Vermeide jedoch, immer weiter nachzuschneiden. Genau dadurch werden Curtain Bangs häufig ungewollt immer kürzer.
Viele schneiden zu viel auf einmal ab. Andere arbeiten mit nassem Haar oder setzen die Schere gerade an, wodurch harte Kanten entstehen. Auch eine stumpfe Haushaltsschere kann das Ergebnis beeinträchtigen, weil sie die Haarspitzen eher quetscht als sauber schneidet.
Ein weiterer Klassiker: Nach jeder kleinen Korrektur wird noch einmal nachgeschnitten. Aus einem kleinen Feinschliff wird so schnell ein komplett neuer Pony. Lass deine Curtain Bangs erstmal ruhen und auf dich wirken, bevor du hektisch nachschneidest. Wenn du mit allen Schritten durch bist, kannst du deine Curtain Bangs stylen.
Wie du siehst, selber Curtain Bangs schneiden ist möglich, verlangt aber Fingerspitzengefühl. Wer langsam arbeitet, ausschliesslich trockenes Haar schneidet und lieber in kleinen Schritten vorgeht, erzielt meist die schönsten Ergebnisse. Am wichtigsten ist jedoch Geduld. Denn bei Curtain Bangs gilt mehr als bei fast jeder anderen Ponyfrisur: Weniger abschneiden ist fast immer die bessere Entscheidung. Ein paar Millimeter lassen sich jederzeit nachkorrigieren. Zu viel dagegen braucht vor allem Zeit und noch viel mehr Geduld.