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Kosmetik

Gängige UV-Filter in Sonnencremes: Wirkung und Verträglichkeit

UV-Filter sind die wirksamen Bestandteile in Sonnencremes. Sie sind durch ihre Struktur und die zugrundeliegenden Eigenschaften in der Lage, die Haut vor UV-Strahlung zu schützen. Lesen Sie hier, welche UV-Filter in Sonnencremes eingesetzt werden, welche grundlegenden Unterschiede es gibt und welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Filter mitbringen können.

Es gibt zwei Kategorien von UV-Filtern in Sonnencremes

Bei UV-Filtern unterscheiden wir grundsätzlich zwischen zwei Kategorien: anorganische / physikalische UV-Filter (auch mineralisch genannt) sowie organische / chemische UV-Filter.

Anorganische / physikalische UV-Filter

  • „Anorganisch“ bezieht sich auf den zugrundeliegenden chemischen Aufbau des Filters. So finden sich in dieser Kategorie von Filtern sogenannte anorganische Verbindungen (z. B. Titandioxid und Zinkoxid). Sonnencremes auf Basis dieser Filter werden auch als "mineralisch" bezeichnet.
  • „Physikalisch“ bezieht sich auf die ursprünglich vermutete Funktionsweise des Filters. Zunächst wurde angenommen, dass diese vor allem über die physikalischen Prinzipien von Streuung und Reflexion funktionieren. Stand der heutigen Forschung ist jedoch, dass physikalische bzw. anorganische Filter UV-Licht nicht nur streuen und reflektieren, sondern auch absorbieren.
  • Entfalten einen Breitbandschutz: decken das gesamte Spektrum von UVA- und UVB-Strahlung ab.

Sonnencremes mit physikalischen UV-Filtern (mineralisch)

Organische / chemische UV-Filter

  • „Organisch“ bezieht sich auf den zugrundeliegenden chemischen Aufbau des Filters. So finden sich in dieser Kategorie von Filtern sogenannte organische Verbindungen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf dem Element Kohlenstoff basieren. Zudem finden sich außerdem die chemischen Elemente Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff, Schwefel sowie Halogene.
  • Organische Filter werden auch als chemische Filter bezeichnet. Auch wenn „organisch“ und „chemisch“ oftmals gleichgesetzt wird, ist „organisch“ hier der zutreffendere der beiden Begriffe. Denn nimmt man es genau, ist alles was uns umgibt „chemisch“.
  • Die individuellen Filter-Substanzen schützen in jeweils verschiedenen UV-Bereichen, vor allem im UVB-Spektrum. Moderne UV-Filter decken teilweise aber auch das UVA-Spektrum ab und gehören einer neuen Generation von wirksamen und verträglichen organischen Filtern an.

Sonnencremes mit chemischen UV-Filtern

Wie verträglich sind UV-Filter?

Anorganische (mineralische) Filter sind kaum sensibilisierend, Allergien oder Unverträglichkeiten treten überaus selten auf. Dagegen können einige organische Filter bei empfindlicher Haut mitunter zu Allergien oder Unverträglichkeiten führen. Das passiert vor allem dann, wenn sich der jeweilige UV-Filter unter UV-Strahlung strukturell verändert und eine etwas abgewandelte Struktur annimmt. Man spricht in diesem Zusammenhang von photoinstabilen UV-Filtern. Moderne organische UV-Filter sind jedoch in der Regel in einer Art und Weise konstruiert, dass sie gegenüber der eintretenden UV-Strahlung stabil sind, was sich auch auf ihre Verträglichkeit niederschlägt.

Moderne UV-Filter mit guter Verträglichkeit

INCI-Name

  • Drometrizole Trisiloxane
  • Terephthalylidene Dicamphor Sulfonic Acid
  • Ethylhexyl Triazone
  • Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate
  • Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine
  • Methylen-Bis-Benzotriazolyl Tetramethylbutylphenol
  • Tris-Biphenyl Triazine
  • Diethylhexyl Butamido Triazone
  • Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid
  • Disodium Phenyl Dibenzimidazole Tetrasulfonate

Handelsname

  • Mexoryl XL®
  • Mexoryl SX®
  • Uvinul T150®
  • inul A Plus®
  • Tinosorb S®
  • Tinosorb M®
  • Tinosorb A2B®
  • Iscotrizinol®
  • Enzulisol®
  • Neo Heliopan A®

Empfindliche Haut: welche UV-Filter sind geeignet?

Die Haut von Babys oder Kleinkindern sowie sehr empfindliche oder barrieregestörte Haut ist auf einen zuverlässigen und dennoch verträglichen Sonnenschutz angewiesen. Neben der Vermeidung direkter Sonneneinstrahlung sowie Stoffen mit Irritationspotenzial (u. a. Parfüm, ätherische Öle, Duftstoffe, Alkohol), lohnt sich bei der Auswahl einer geeigneten Sonnencreme auch ein Blick auf die UV-Filter.

Besonders geeignet sind dabei die zuvor genannten modernen UV-Filter sowie die physikalischen(mineralischen) Filter Titandioxid und Zinkoxid (INCI: Titanium Dioxide bzw. Zinc Oxide). Letztere lassen sich jedoch oftmals schwer auf der Haut verteilen und hinterlassen – besonders wenn wenn wir uns an die angegebenen Auftragsmengen halten – einen weißen Schleier. Diesen empfinden viele als unangenehm und störend.

Achtung: Zeigt die Haut nach dem Auftrag einer mineralischen Sonnencreme keinen weißen Schleier, wurde in der Regel viel zu wenig Produkt für einen ausreichenden Schutz verwendet. Ausnahme bilden besondere nano-technologisch aufgearbeitete anorganische Filter, die jedoch in den wenigsten mineralischen Sonnencremes verarbeitet werden.

Neben den Filtern, die gemeinhin als verträglich gelten, gibt es einige UV-Filter, die bei empfindlicher Haut für ein gewisses Irritationspotenzial bekannt sind. Wer auf Nummer sicher gehen will meidet daher diese UV-Filter:

UV-Filter mit Irritationspotenzial

  • Benzophenone-3
  • Benzophenone-4
  • Benzophenone-5
  • 4-Methylbenzylidene Camphor
  • Homosalate
  • Octocrylene
  • Octyl Methoxycinnamate
  • Ethylhexyl Dimethyl PABA
  • Butyl Methoxydibenzoylmethane (Avobenzon) - Ist photoinstabil und dadurch häufig Ursache für allergische Reaktionen. Dennoch wird Avobenzon weiterhin in Sonnencremes eingesetzt, denn es handelt sich dabei um einen ausgezeichneten UVA-Filter. Durch die Formulierung mit anderen UV-Filtern lässt sich Avoebenzon stabilisieren, was das Irritationspotenzial deutlich herabsetzt. Voraussetzung ist jedoch, dass nicht Octyl Methoxycinnamate zur Stabilisierung verwendet wird.

Was bedeuten LSF, SPF und PPD?

Auf Verpackungen finden sich häufig Logos, in Form eines eingekreisten "UVA"- und/oder "UVB"-Schriftzugs. Sind beide vorhanden, so verfügt das Produkt über einen Schutz gegenüber UVA- und UVB-Strahlung. Dabei beträgt der UVA-Schutz laut Empfehlung der europäischen Kommission mindestens ein Drittel des UVB-Schutzes. Dies hat jedoch lediglich qualitative Aussagekraft. Wie hoch der Schutz zahlenmäßig ausfällt, lässt sich anhand von LSF, SPF und PPD ablesen.

Der Lichtschutzfaktor (LSF) oder auch Sun Protection Factor (SPF) beschreibt den Schutz vor UVB-Strahlung. Für gewöhnlich sind Sonnenschutzprodukte mit einem LSF von 5-50+ erhältlich. Für einen zuverlässigen Schutz sollten Sonnencremes mindestens einen SPF von 30 aufweisen. Grund hierfür ist unter anderem, dass wir dazu neigen, zu wenig Produkt aufzutragen und den angegebenen Schutzfaktor nicht erreichen.

Der Schutz vor UVA-Strahlung wird mit mithilfe des sogenannten PPD-Wertes (Persistent Pigment Darkening) angegeben. Jedoch loben derzeit nur wenige Hersteller den PPD-Wert explizit auf der Verpackung ihrer Sonnencremes aus. Ist das doch einmal der Fall, finden sich hier entweder ebenfalls Zahlenwerte oder die Angabe „PA+“ bis „PA++++“. Ist keine Angabe zu finden, so kann bei europäischen Sonnencremes davon ausgegangen werden, dass der UVA-Schutz mindestens 1/3 des ausgewiesenen Lichtschutzfaktors (SPF) beträgt.

Über die Autorin Dr. Sarah Schunter:

„Wer versteht, wie kosmetische Inhaltsstoffe agieren, setzt den ersten Schritt für eine wirksame Hautpflege“, sagt Dr. Sarah Schunter. Als promovierte Biochemikerin entwirrt sie mit Vorliebe die oftmals kryptischen Inhaltsstofflisten von Hautpflegeprodukten: was steckt drin und wie wirkt es. Sie ist überzeugt: Mit diesem Wissen kann für jeden Hauttyp und jeden Hautzustand die richtige Pflege ermittelt werden.

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